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Hansestadt Lüneburg

Reichtum auf Salz gebaut

Lüneburg entstand aus den drei Siedlungskernen Mons – der Kalkberg mit der herzoglichen Burg, Pons, die Brücke über die Ilmenau in der Nähe des heutigen Platzes „Am Sande“ und Fons- die Salzquelle auf der Saline, aus denen später die Stadt zusammenwuchs. Bereits im Jahr 795 wird Hliuni die Zufluchtsstätte beim Kalkberg in Chroniken erwähnt, die Stadt selber erstmalig im Jahr 956.

Nach der Zerstörung Bardowicks durch Heinrich den Löwen 1189 nahm Lüneburgs Bedeutung rasch zu. Ein Enkel Heinrichs, Herzog Otto, verlieh Lüneburg schließlich 1247 das Stadtrecht – die Stadt Lüneburg war endgültig geboren. Schon im Mittelalter war Lüneburg bedeutendes Mitglied der Hanse, einem Verbund von Kaufleuten und Handelsstädten, die mit verschiedenen Waren handelten. Lüneburgs wichtigstes Handelsgut war das Salz, das „weiße Gold“, das jahrhundertelang aus dem salzigen Grundwasser gewonnen wurde. Am Stintmarkt, dem historischen Hafen, wurde es verschifft und entlang der alten Salzstraße bis weit in die skandinavischen Länder gebracht. Die stolze Backsteingotik kündet noch heute von dem sprichwörtlichen Reichtum: Die Bürger wurden „steinreich“ und leisteten sich schöne Ziergiebel. Politisch erlangte die Stadt während ihrer Blüte im 15. und 16. Jahrhundert weitgehende Unabhängigkeit und trat dem Hansebund bei. Dank des regen Salzabbaus und tüchtiger Kaufleute konnte Lüneburg eine überregionale Machtposition erringen.

Um 1600 fiel der Salzhandel in eine tiefe Krise. Das Salz des Ostseeraums wurde günstiger und Lüneburg verlor im späten Mittelalter sein Handelsmonopol – und auch den Titel „Hansestadt“.

Auch wenn Lüneburg seine zentrale Stellung in Norddeutschland nicht bewahren konnte, so lebt doch die Erinnerung an den vergangenen Glanz weiter. Die nahezu komplett erhaltene historische Stadt erzählt durch Architektur und besonderes Flair ihre Geschichte.

Weltoffen, zuverlässig und manchmal ein wenig aristokratisch-reserviert wirkend und mit hohem wirtschaftlichem Einfluss – für diese Eigenschaften standen die norddeutschen Hanseaten. Weiß und rot waren ihre Farben, die heute noch in einigen Stadtwappen wieder zu finden sind. Rot leuchtet auch Lüneburg mit prächtigen spätgotischen Backsteinbauten, und weltoffen, aber kein bisschen reserviert sind die Lüneburger, die sich seit Oktober 2007 wieder als Bürger einer Hansestadt bezeichnen dürfen. Trendige Geschäfte, unzählige gemütliche Cafés und Kneipen und eine quirlige Studentenszene geben der Stadt heute ihr junges Gesicht.

Die westliche Altstadt steht auf einem vom Grundwasser durchspülten Salzstock: In ihrem Untergrund fließt die Sole. Das Abpumpen der Sole an die Erdoberfläche hatte eine Auslaugung des Stockes zur Folge. Darüber liegende Gesteinsschichten gaben nach und in der Folge sackten immer wieder Mauern und ganze Gebäude ab. In dem etwa ein Quadratkilometer großen Senkungsgebiet zeigen sich bis heute Schäden und Absenkungen an historischen Häusern und Mauern.Der Prozess dauert weiterhin an, wobei die Senkungen in der Westlichen Altstadt weitestgehend zum Stillstand gekommen sind. Die deutlichsten Senkungen sind derzeit im nördlichen Teil des betroffenen Stadtteils zu verzeichnen: Etwa einen halben Meter gab der Untergrund in den letzten 30 Jahren nach, seit 2009 sind es ca. 13 cm pro Jahr.

Autor: Lüneburg Marketing GmbH, Rathaus/Am Markt, 21335 Lüneburg, E-Mail: presse@lueneburg.info Stand: Mai 2014

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